Navigationshilfe:

Bauweise von Viren

Viren – winzige heimtückische Krankheitserreger – konnten lange im Verborgenen ihr Unwesen treiben. Weil sie so klein sind, blieben sie lange unentdeckt. Erst im 20. Jahrhundert hatte sich die Technik weit genug entwickelt, um die winzigen Wesen für das Auge sichtbar zu machen. Viren weisen einen schlichten Aufbau auf, sie bestehen lediglich aus einer Proteinhülle, in der sich ihre Erbanlagen befinden. Über welchen genauen Bauplan verschiedene Arten von Viren verfügen, lässt sich in der interaktiven Bildergalerie erkunden.

Viren-Animation starten

RNA-Virus, Bakteriophage (hier im Bildschirmfoto dargestellt), Tabakmosaik-Virus, umhüllter Virus, Grippevirus und Tiervirus werden in der Bildergalerie als schematische Illustrationen dargestellt. Fährt man mit der Maus darüber, lassen sich Zusatzinfos abrufen.

Sind Viren Lebewesen?

Detailaufnahme der Virenanimation: Grippevirus

Illustration eines Grippevirus

Viren und Bakterien werden gerne in einen Topf geworfen, weil sie beide krankmachen können. Doch sie unterscheiden sich grundsätzlich in ihrer Lebensform: Bakterien sind eigenständige Lebewesen, bestehen aus Zellen, haben einen Stoffwechsel und benötigen Nahrung. Viren fehlt all das – sie sind Parasiten, ansteckende Partikel, und die Forscher streiten sogar, ob Viren Lebewesen sind oder nicht. Fest steht: Sie brauchen eine Wirtszelle, in die sie sich einnisten können, um sich dort wie in einer Kopiermaschine vervielfältigen zu lassen.

Form und Aufbau von Viren

Viren messen nur zwischen 10 und 420 Nanometern und sind meistens kugel- oder würfelförmig. Einige wenige haben auch die Form von Stäbchen oder Fäden. Jedes Virus ist auf bestimmte Arten von Zellen spezialisiert, an deren Oberfläche es andocken kann wie ein Schlüssel ins Schloss.

Detailaufnahme der Virenanimation: RNA-Virus

Schemazeichnung eines RNA-Virus

Der Bauplan eines Virus ist sehr schlicht, da es auf einen eigenen Stoffwechsel verzichtet. Es besteht nur aus einem Erbgutkern, in dem eine Nukleinsäure liegt, umgeben von einer schützenden Eiweißkapsel. Einige Virenarten tragen eine zusätzliche Hülle aus Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten. Auf der Oberfläche vieler Viren sitzen stachel- oder dornartige Fortsätze. Ein Sonderfall sind die Bakteriophagen, das sind Viren, die auf Bakterienzellen spezialisiert sind.

Preisgekrönte Projekte
Preisgekrönte Projekte