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Methoden der Altersdatierung in der Paläoanthropologie

Ein Tonkrug, ein altes Skelett, eine Flint-Pfeilspitze: Das sind faszinierende Fundstücke einer Ausgrabung! Doch wie lässt sich das Alter der fossilen Funde exakt bestimmen? In der Interaktivität "Methoden der Altersdatierung in der Paläoanthropologie" kann man in die Rolle eines Paläontologen schlüpfen und eine Ausgrabungsstätte erforschen!

Methoden der Altersdatierung starten

In der Landschaftsszenerie im rechten Teil der Interaktivität befinden sich sensitive Flächen, die erkundet werden können. Fährt man mit der Maus über eine solche Fläche – beispielsweise den Baumstamm – bekommt man die passenden Datierungsmethoden angezeigt: in diesem Fall die C14-Methode und die Dendrochronologie.

Funktionsweise der Interaktivität

Die Szenerie am Lagerfeuer lädt zum Erforschen ein: Indem man mit der Maus über das Bild fährt, kann man Fundstücke entdecken. Diese werden durch eine schwarze Umrisslinie und einen Leuchtrand hervorgehoben. Folgende Objekte gilt es zu finden:

Detailansicht der Altersdatierung: Erkundung der Erdschichten

Fährt man mit der Maus in den unteren Teil des Bildes, scrollt auch das Bild nach unten und offenbart einen neuen Erkundungsbereich: In den Erdschichten sind analysierbare Objekte verborgen!

  • ein Vulkan
  • Gestein
  • ein Baustamm
  • Steine am Feuer
  • ein Mensch
  • Holzscheite
  • ein Tonkrug
  • Keramik
  • ein frisches Skelett
  • eine Erdschicht
  • ein Steinbeil
  • ein altes Skelett
  • eine Flint-Pfleilspitze
  • eine Schweineschädel

Im linken Teil der Interaktivität werden die dazu passenden Methoden der Altersdatierung farblich markiert. Mit Klick auf die Farbbalken kann man eine ausführliche Beschreibung der Methode abrufen.

Absolute Datierung

Absolute Datierungsmethoden erlauben die Bestimmung des exakten Alters eines Fundstücks, im Extremfall bis aufs Jahr genau! Viele absolute Datierungsmethoden beruhen auf den konstanten Zerfallsraten radioaktiver Elemente.

Detailansicht der Altersdatierung: C14-Methode

Die verschiedenen Methoden der Altersdatierung – wie hier der C14-Test - werden in der Interaktivität ausführlich erklärt und mit Infografiken verdeutlicht.

Folgende Methoden der absoluten Datierung kann man in der Interaktivität erforschen: zum einen die C14-Methode, das ist der bekannteste Test zur Altersdatierung von organischen Substanzen. Die Uran-Blei-Methode hingegen ist vor allem für die Datierung sehr alter Gesteine geeignet. Mit der Kalium-Argon-Methode lässt sich Vulkangestein datieren. Die Argon-Argon-Methode wiederum hat große Bedeutung für die Datierung von Hominidenfossilien, dessen Alter mit der C14-Methode nicht bestimmt werden kann. Die Thermo-Lumineszenz-Methode wird beispielsweise zur Altersbestimmung von gebrannten Keramikobjekten oder erhitzten Steinen einer Feuerstellen verwendet. Bei der Dendrochronologie wird das Alter von Holz durch Auszählen der Jahresringe ermittelt. Und mithilfe der Aminosäuredatierung lassen sich Rückschlüsse auf die seit dem Tod des Organismus vergangene Zeit treffen.

Relative Datierung

Die so genannten relativen Datierungsmethoden erlauben bei einem Vergleich verschiedener Objekte lediglich die Feststellung, welches Objekt jünger oder älter als ein anderes ist.

Folgende relative Datierungsmethoden lassen sich in der Interaktivität erproben: zum einen die geologische Schichtung. Denn normal abgelagerte Sedimentschichten enthalten eine evolutionäre Abfolge von Fossilien. Eine andere Möglichkeit ist die Datierung anhand von Leitfossilien. Diese für eine Epoche typischen Fossilien erlauben die zeitliche Einordnung weit auseinanderliegenden Fundstellen. Eine weitere Methode ist die der magnetischen Polarität. Das Muster der Umpolungen ermöglicht eine grobe zeitliche Einordnung von Fossilien, die in entsprechenden Gesteinen mit magnetischen Partikeln liegen. Eine relative Datierung ist zudem durch den sogenannten Fluor-Test möglich, da in sich fluorhaltigen Böden im Laufe der Zeit die mineralische Zusammensetzung von Knochen und Zähnen ändert.