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Tatort Mensch – Aidsmedikamente einfach

Bei HIV positiven Menschen versucht man mit Aidsmedikamenten die Vermehrung der Viren zu stoppen. Eine vereinfachte Animation zeigt, wie verschiedene Medikamente den Lebenszyklus der HI-Viren in unterschiedlichen Stadien sabotieren.

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Blockiert man durch Medikamente das Enzym Integrase, kann die Erbinformation des Virus nicht in die Erbinformation der Wirtszelle eingebaut werden. Sie kann also keine neuen Virusbausteine herstellen.

Vorbeugung und AIDS-Test

HI-Viren können nur gefährlich werden, wenn sie über Körpersekrete in den Blutkreislauf gelangen. Davor kann man sich schützen. Im Zweifelsfall lässt sich eine Infektion mittels Test nachweisen.

Mit dem Schlagwort „Safer Sex“ sind alle Sexualpraktiken gemeint, die das Risiko einer HIV-Infektion nahezu ausschließen. Dazu kann eine feste Beziehung besser beitragen, als der flüchtige Kontakt mit häufig wechselnden Sexualpartnern. Die größte Sicherheit vor Ansteckung bieten Kondome. Sie schützen Frauen vor Viren in der Spermaflüssigkeit und Männer vor Viren in der Scheidenflüssigkeit.

Detailansicht der interaktiven Animation

Durch die Hemmung des Enzyms Protease werden die Virusbausteine nicht passend zurechtgeschnitten. So können keine neuen Viren entstehen.

Nur wer aufgeklärt ist, kann die Risiken einer HIV-Infektion realistisch einschätzen. So sollten Drogenabhängige darauf achten, dass sie, statt Nadeln zu tauschen, nur Einwegspritzen benutzen. HIV-positive Mütter müssen bedenken, dass sie ihr ungeborenes Kind anstecken können.

Vor allem in den armen Ländern, deren Bevölkerung einen vergleichsweise niedrigen Bildungsstand aufweist, könnte eine bessere Aufklärung zur Senkung der Infektionsrate beitragen. Viele sind sich dort der Risiken nicht bewusst, wissen einfach nicht, wie das HI-Virus übertragen wird. Kondome könnten sich ohnehin die wenigsten leisten. Die soziale Not trägt zur Prostitution bei. In Südafrika ist die Situation völlig außer Kontrolle. Wanderarbeiter, Flüchtlinge und Arbeitssuchende verbreiten das Virus. Die Folge: 50% aller Neuinfektionen weltweit betreffen Menschen in Afrika südlich der Sahara.

Der klassische Test weist die Antikörper im Blut nach, die ein Infizierter gegen das HI-Virus gebildet hat. Solche Tests bietet jedes Gesundheitsamt nach einer Beratung kostenlos und anonym an. Finden sich drei bis vier Monate nach einem vermuteten HIV-Kontakt keine Antikörper, ist keine Infektion erfolgt.

Neben dem indirekten gibt es auch ein direktes Nachweisverfahren. Dabei wird die Erbsubstanz des HI-Virus vervielfältigt und nachgewiesen. Die aufwendige Methode heißt PCR (polymerase chain reaction). Sie kann noch geringste Spuren von Viren nachweisen, auch kurz nach einer Infektion. Für die Routineanwendung ist die Methode normalerweise zu aufwendig und weniger sicher als der Antikörpertest.

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