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Wie der Malariaerreger das Immunsystem überlistet

Wer träumt nicht davon, einmal im Leben die exotische Tierwelt Afrikas hautnah kennenzulernen! Bei einer virtuellen Safari wird man Zeuge eines vermeintlich harmlosen Mückenstichs. Doch es kommt zu einer Infektion mit Parasiten. Kann das Immunsystem den Ausbruch der Malaria verhindern? Das kann man in der interaktiven Animation herausfinden!

Animation Malaria starten

Die schmalbrüstigen Sporozoiten entern die Leberzellen, vermehren sich und verwandeln sich in aggressive dickleibige Merozoiten.

Bedienung der interaktiven Animation

Die Zeichentrick-Animation ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine anschauliche Reise durch den menschlichen Körper. In einigen Szenen kann aktiv in die Animation eingegriffen werden, was durch ein aufblinkendes Hand-Symbol, das auf das anklickbare Objekt gerichtet ist, deutlich wird. Durch einen Klick auf das Pfeilsymbol kann man zurück zur letzten Szene der Animation gelangen.

Detailansicht der interaktiven Animation: Durch den Stich der Anopheles-Mücke gelangen Malaria-Erreger in die Blutbahn.

Durch den Stich der Anopheles-Mücke gelangen Malaria-Erreger in die Blutbahn.

Ablauf der Animation "Abwehr Malaria"

Wer das Naturschauspiel in Afrika bei tropischer Abendsonne genießen will, sollte auf der Hut sein. Dann nämlich schwärmen lästige Plagegeister aus, wie die Anophelesmücke. Das wäre nicht weiter schlimm, gäbe es nicht auch Mücken, die mit für sie ungefährlichen aber für den Menschen gefährlichen Parasiten infiziert sind. Genau diese Parasiten, die beim Stich übertragen werden, sind es, die den Mückenstich für den Menschen gefährlich machen.

Nun kann in die Animation eingegriffen werden: Zwei verschiedene Mücken stehen zur Wahl. Welche von ihnen verursacht eine Infektion mit Malaria?

Entscheidet man sich für die nicht infizierte Mücke, erfährt man, dass der Stich - abgesehen vom Juckreiz - ohne Folgen bleibt. Klickt man jedoch auf die infizierte Anophelesmücke, wird man Zeuge einer abenteuerlichen Reise durch den menschlichen Körper.

Jetzt wird es unangenehm! Beim Stich gelangen Malaria-Erreger in die Blutbahn. Die schmalbrüstigen Angreifer, Sporozoiten genannt, nehmen Kurs auf die Leber. Sie entern die Leberzellen, vermehren sich und verwandeln sich in "blutgierige Piraten".

Mit diesem Verwandlungstrick täuschen sie das Immunsystem. Wenn sie die Leber – gut getarnt als aggressive dickleibige Merozoiten – verlassen, befallen sie rote Blutzellen, um sich weiter zu vermehren. Dabei können die lebenswichtigen Sauerstoff-Transporteure massenhaft zugrunde gehen. Neue, kampfbereite Merozoiten entstehen und attackieren weitere Blutzellen.

Detailansicht der interaktiven Animation: Zeichentrick-Darstellung zerstörter Blutzellen

Die Folgen der Malaria-Erkrankung: Die Blutzellen sind geschädigt, verklumpen und behindern den Blutfluss.

Spätestens jetzt tritt die Immunabwehr auf den Plan und arbeitet auf Hochtouren. Doch der Übermacht der Malaria-Erreger sind die Fresszellen kaum gewachsen! Wenn versäumt wurde, rechtzeitig ein Malaria-Mittel zu nehmen, bekommt der Infizierte Schüttelfrost und hohes Fieber. Die von den Merozoiten geschädigten Blutzellen kleben an der Gefäßwand, verklumpen, behindern den Blutfluss und damit die Sauerstoff-Versorgung. Die Immunabwehr muss tatenlos zusehen. Im Extremfall ist der Malaria-Kranke nicht zu retten.

Medikamente können die Merozoiten größtenteils abtöten. So lassen sich die Parasiten in Schach halten. Ein Ausbruch der Malaria-Krankheit wird verhindert oder nimmt zumindest einen milderen Verlauf.

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