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Geschichte und Zeitgeschehen

'68 an Rhein, Ruhr und Weser

Studenten protestieren, einige halten Plakate in der Hand. (Rechte: dpa/ Chris Hof)

Ausbruch aus dem Elternhaus, Aufruhr an den Unis, Beatmusik und freie Liebe – die Jahre um 1968 gelten als die lebendigste Epoche der Bundesrepublik Deutschland. Die zweiteilige Sendereihe veranschaulicht den sich zuspitzenden Konflikt zwischen Jugendlichen auf der einen Seite und der Elterngeneration sowie dem Staat auf der anderen. Bekannte Zeitzeugen berichten über die politischen und gesellschaftlichen Streitpunkte, die eine harte Bewährungsprobe für die damals noch junge Demokratie bedeuteten.

Alltag in der DDR

Werkseingang der VEB Getreidewerke

40 Jahre lang gab es zwei deutsche Staaten - von einer Mauer getrennt und als „Kinder des Kalten Krieges“ in ihrer ideologischen und politischen Ausrichtung von den jeweiligen Hegemonialmächten USA und UDSSR beeinflusst. Der „sanften Revolution“ der DDR-Bürger verdankt Deutschland die Wiedervereinigung und die Auflösung des DDR-Regimes. Doch was waren die politischen Strukturen dieses autoritären Staatsgebildes und wie lebte es sich in der DDR?

Alltagsgeschichte(n)

Die Sendereihe befasst sich mit den Dingen und Beziehungen, mit denen wir täglich umgehen: Essen, Schönheit, Spielen, Liebe, Mode ... . Meist scheinen diese uns selbstverständlich und wir nehmen sie unhinterfragt zur Kenntnis. Die Reihe "Alltagsgeschichte(n)" sieht sich als Beitrag zu einer fächerübergreifenden Sozial- und Kulturgeschichte, die Neugier an scheinbar Alltäglichem weckt.

Als der Pott noch rauchte

Stahlarbeiter am Hochofen. (Rechte: WDR/Rainer Jensen)

Wie sah es früher im Ruhrgebiet aus, als noch alle Schlote qualmten und Arbeiter mit rußgeschwärzten Gesichtern das Straßenbild prägten? Antworten darauf findet die Sendereihe „Als der Pott noch rauchte“, die sich in erster Linie an Grundschüler richtet. In den beiden 14-minütigen Filmen erfahren die Schüler, wie anstrengend und zum Teil auch gefährlich der Arbeitplatz unter Tage und im Stahlwerk war.

Bauberufe des Mittelalters

Steinmetz mit Werkzeug, im Hintergrund ein Burgturm

Wer die Baustelle von Guédelon im französischen Burgund betritt, findet sich unverhofft im Mittelalter wieder. Tief in den Wäldern von Saint-Sauveur arbeiten rund 50 Menschen an einer Ritterburg. Das Besondere: Die Bauarbeiten finden unter den gleichen Bedingungen wie vor 800 Jahren statt: Handarbeit, ohne Bagger, Lkw und Bohrmaschine. Eine beeindruckende Szenerie: Holzfäller schlagen Bäume, Zimmerleute bauen Gerüste und Gebälk, Schmiede stellen Werkzeuge und Nägel her, Seiler drehen Hanfseile, Steinbrecher und Steinmetze schlagen und bearbeiten den Stein im eigenen Steinbruch, Töpfer fabrizieren Kacheln und Gefäße und Korbflechter die vielen notwendigen Tragegestelle. Pferdefuhrwerke und mittelalterliche Hebevorrichtungen erleichtern die körperliche Arbeit.

Calvin

Der ältere Johannes Calvin mit einer Schreibfeder in der Hand vor einem Buch. Über das Bild sind Auszüge aus seinen Schriften montiert; Rechte: WDR

Zusammen mit Martin Luther war Johannes Calvin der wichtigste Reformator im 16. Jahrhundert. Anders als Luther polarisiert Calvin bis heute. Vor allem seine so genannte "Kirchenzucht" und die Lehre von der Vorherbestimmung des Menschen werden von vielen abgelehnt. Trotzdem ist sein Einfluss international größer als der von Martin Luther. Die Arbeitsethik Calvins gilt als ein Wegbereiter des Kapitalismus.

Das Grundgesetz

Montage: Im Vordergrund einige Mitglieder des zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts, im Hintergrund Bücher zum Thema Grundgesetz (Quelle: Bundesverfassungsgericht, SWR, Martina Frietsch)

Welche Bedeutung hat das Grundgesetz für unser tägliches Zusammenleben, welche wird es in Zukunft noch haben? Diesen und anderen drängenden Fragen rund um die Grundlagen unserer Demokratie haben wir anlässlich des 60jährigen Bestehens unserer Verfassung einen Schwerpunkt gewidmet. Mit einer 30minütigen Dokumentation und einem großen Spielfilmprojekt bieten wir vielfältige Möglichkeiten, sich diesem wichtigen Thema informativ, provokant, unterhaltsam und kontrovers im Unterricht zu nähern.

Das Kriegsende an Rhein, Ruhr und Weser

Die Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt US-Soldaten mit deutschen Kriegsgefangenen in Aachen 1945. (Rechte: National Archive)

Die drei Dokumentationen zeichnen mit Hilfe vieler Zeitzeugen und Archivbilder nach, wie die Menschen die Zeit wirklich erlebt haben: Wie die Alliierten zuerst Aachen besetzen, wie dann auch Köln erobert wird, wie zuletzt im Ruhrgebiet viele Menschen unter massiven Bombenangriffen sterben. Im Wissenspool finden sich eine Vielzahl von Arbeitsblättern, sowie Link- und Literaturtipps mit weiter führenden Informationen.

Der Essener Dom

Eine Nonne sitzt am Schreibtisch mit einer Schreibfeder in der Hand, eine Kerze beleuchtet das Dokument, an dem sie arbeitet; Rechte: WDR.

Welchen Einfluss im Mittelalter Klöster und Stifte hatten, lässt sich am Beispiel des Essener Doms erkennen. Die Kirche wurde 852 als Frauenstift am Hellweg gegründet und entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten zu einem einflussreichen Reichsstift mit vielen Ländereien. Das Besondere des Essener Doms: Hier hatten Frauen als Reichsäbtissinnen nicht nur kirchliche, sondern auch weltliche Macht über das Fürstentum um die aufstrebende Stadt Essen – und das über Jahrhunderte.

Der Hahn lebt. Von der Airbase zum Zivilflughafen

Hahn im Hunsrück ist heute vor allem durch den Flughafen Frankfurt/Hahn bekannt – Ausgangspunkt für viele Urlaubsreisen. 40 Jahre lang war Hahn jedoch ein Stützpunkt der US-Luftwaffe, bis 1990 der Besatzungsstatus Deutschlands beendet wurde. Als die US-Streitkräfte, die einen Hauch von „American way of life“ verbreitet hatten, ihren Abzug aus Hahn ankündigten, fürchteten die Menschen in der Region um ihre eigene Existenz. Die Amerikaner hatten auch Geld und Arbeit in den Hunsrück gebracht, beides würde nun wegfallen.

Der Kalte Krieg – Propagandaschlacht zwischen den Blöcken

Aufmarsch zur Feier des 40. Jahrestages der DDR. Über einer Tribüne mit vielen Menschen hängt ein Plakat mit der Aufschrift "40 Jahre DDR". Davor stehen mehrere Reihen Soldaten. (Rechte: WDR)

Die Schlachten des Kalten Krieges wurden auf vielen Feldern geschlagen. Medien und Kultur spielten dabei eine wichtige Rolle. Amerikanischer Jazz gegen den Sozialistischen Realismus, "Der Schwarze Kanal" gegen die "Rote Optik". Diese Sendereihe beleuchtet das Ringen um die öffentliche Meinung im Kalten Krieg von verschiedenen Seiten. "Kalter Krieg aus dem Äther" schildert, wie die Medien in Ost- und Westdeutschland im Dienst der Propaganda standen. In "Heißer Jazz im Kalten Krieg" reist Benny Goodman zu Zeiten Chrustschows zur ersten Tournee einer amerkanischen Jazz-Bigband in die Sowjetunion.

Der Nahostkonflikt

Minarett und Kuppel einer Moschee neben dem Felsendom über der Klagemauer. (Rechte: WDR)

Was in der täglichen politischen Berichterstattung über den Nahostkonflikt oft zu kurz kommt, wird in dieser Sendereihe in den Mittelpunkt gerückt: der Alltag der Bevölkerung. Wie leben Israelis und Palästinenser mit der ständigen Bedrohung? Welche Schwierigkeiten haben sie tagtäglich zu bewältigen? Neben den drei Dokumentationen beleuchtet eine Chronik der Geschichte im Nahen Osten die konträren Standpunkte beider Seiten und erklärt die Ursprünge und Knackpunkte des Konflikts.

Diakonie ... über die Zeit hinaus

In sechs Porträts zeichnet die Sendereihe die historische Tradition der Diakonie als evangelische Sozialfürsorge nach. Die beeindruckenden Lebensgeschichten und das soziale Engagement zeigen die Verdienste der Geschilderten für ihren "Dienst" am Menschen. Gleichzeitig werden die geschichtlichen Wurzeln dieser heute so aktiven christlichen Sozialbewegung deutlich: "weil der Glaube an Jesus Christus und praktizierte Nächstenliebe zusammen gehören".

Die Germanen

Ein bärtiger Mann trägt die blaue Tracht eines Waffenmeisters der Langobarden. Er hält ein Speer und schaut in die Ferne. (Rechte: ddp/Klaus-Peter Voigt)

Von der "Entdeckung" der Germanen durch die Römer bis zur Reichsgründungen des Frankenkönigs Chlodwig: Mit aufwändigen Spielszenen und 3D-Animationen wird in dieser vierteiligen Geschichtsdokumentation die Vergangenheit lebendig. In jeder Folge steht eine andere fiktive germanische Figur im Mittelpunkt, an deren Seite der Zuschauer durch die römisch-germanische Geschichte begleitet wird. Einschneidende Ereignisse wie die Varusschlacht werden ebenso beleuchtet wie das Alltagsleben der germanischen Völker. Die vier Folgen à 30 Minuten eignen sich für den Einsatz ab Klasse 8.

Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

In dieser Reihe werden Themen seit 1945 unter politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgestellt. Es geht um das Leben in Trümmern, die Folgen der Währungsreform, den Marshall-Plan, soziale Marktwirtschaft, um Entnazifizierung und die Nürnberger Prozesse, die Sehnsüchte und Proteste der Jugend, um Frauenbilder u.v.m.

Die Juden - Geschichte eines Volkes

Filmszene: Betender Jude mit Gebetsmantel und Gebetsriemen in einem Buch lesend. (Rechte: WDR/Milos Vendlek)

Volk, Kultur, Religions- oder Schicksalsgemeinschaft: Es gibt viele Begriffe, mit denen sich das Judentum und seine über 3000 Jahre währende Geschichte bezeichnen lassen. Geeint wurde das "auserwählte Volk" durch den Glauben an den einen Gott. Verstärkt wurde diese Verbundenheit noch durch Jahrhunderte voller Verfolgung und Diskriminierung. Doch trotz aller Widrigkeiten haben die reiche jüdische Kultur und ihre Traditionen bis heute überlebt.

Die Juden im Mittelalter

Die Juden im Rheintal blicken auf eine lange Geschichte zurück. Sie kann als traurige Geschichte von Verfolgung und Vernichtung erzählt werden, aber auch als die Geschichte eines Volkes mit einer reichen kulturellen Vergangenheit. Im ersten nachchristlichen Jahrtausend verlagerte sich der Schwerpunkt der jüdischen Diaspora immer mehr vom Nahen und Mittleren Osten nach Europa. Zentrum des jüdischen Lebens waren bereits in der karolingischen Zeit die Niederungen beiderseits des Oberrheins. Als "Chasside Aschkenaze", die „Frommen Deutschlands“ entwickelten sie dort bedeutende Schulen jüdischen Glaubens und prägten das kulturelle Laben der Städte Speyer, Worms, Straßburg und Mainz entscheidend mit.

Die Schulstunde als Talkshow

Auf dem Foto sieht man mehrere Schüler in einem Klassenzimmer. Fast alle melden sich. (Rechte: WDR)

Die Schulstunde als Talkshow: Das ist das neue Unterrichtskonzept von WDR Planet-Schule und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) für die Haupt- und Berufsschule. Der Lehrer ist der Moderator, die Schüler sind die Diskussionsteilnehmer. Mit mitreißenden Filmen und praxiserprobten Arbeitsblättern wird so diese Schulstunde zur spannenden Polittalkshow.

Die Stadt im späten Mittelalter

Illustration Stadt Freiburg aus der CD-ROM 'Die Stadt im späten Mittelalter' (Quelle: SWR)

Wie lebten die Menschen im späten Mittelalter? Was waren ihre Wünsche, was ihre Nöte und Sorgen? Die fünf Sendungen der Reihe „Die Stadt im späten Mittelalter" vermitteln einen Eindruck vom städtischen Dasein in der Zeit um das Jahr 1500. Aufwändige Spielszenen, Dokumentationsteile und authentische Abbildungen veranschaulichen das alltägliche Leben von Handwerkern, Nonnen oder Kaufleuten. Multimedia: Zur Sendereihe ist auch eine interaktive, mehrsprachige (deutsch, englisch, französisch, türkisch) DVD-ROM bei dem Medienzentren unter der Mediennummer 6750213 erhältlich (DVD-ROM nur für PC + Begleitheft).

Die stählerne Zeit

Stahlfrabrik von Innen, Screenshot aus dem Film. (Rechte: WDR)

Mitte des 19. Jahrhunderts findet ein radikaler Wandel in Deutschland statt: Maschinell hergestellte Produkte verdrängen Handwerksarbeit, die Landbevölkerung verarmt und strömt in die industriellen Ballungszentren. Nicht mehr der Mensch, sondern die Maschinen geben von nun an den Takt der Arbeit vor. Unternehmer häufen in kurzer Zeit enorme Reichtümer an, während die Verelendung des Proletariats voranschreitet. Sozialer Sprengstoff, der entscheidende gesellschaftliche Entwicklungen in Gang setzt.

Die wilden 60er Jahre

Tanzende Frauen im Mini (Quelle: Bildschirmprint aus Sendung)

Zunächst waren sie gar nicht so wild, die 60er Jahre. Erst im Laufe dieses an Veränderungen so reichen Jahrzehnts wurden die Konventionen im Politischen, Gesellschaftlichen und Privaten hinterfragt und gesprengt. Die sechsteilige Sendereihe beschreibt die Zeit, in welcher der Minirock ein Schock, Händchenhalten in der Öffentlichkeit fast schon unsittlich und das Autowaschen am Wochenende das Größte waren, aber auch die Zeit der Kommunen, der Demos und der Sit-Ins.

Die Zwanziger Jahre

Sportstudentinnen um 1928 beim Turnen mit dem Rhönrad. (Rechte: AKG)

Plüsch und Pomp der (vergangenen) Kaiserzeit neben Bauhaus und Neuer Sachlichkeit; Aufbruchsstimmung und Fortschrittsglaube neben Nostalgie und Rückwärtsgewandtheit – kaum ein anderes Jahrzehnt vereint so viele Gegensätze und widersprüchliche Tendenzen wie die „goldenen“ zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die dreiteilige Sendereihe porträtiert eindrucksvoll eine Epoche, die tatsächlich nur ansatz- und ausschnittsweise als „golden“ bezeichnet werden kann und mit zunehmender Radikalisierung jeglicher politischer Couleur den Boden für die Nationalsozialisten bereitet…

Finanzkrise

Ein Mann fasst sich vor einigen Monitoren und einer Börsenanzeige sitzend an den Kopf; Rechte: dpa, Frank Rum

Wie ist es zur weltweiten Finanzkrise gekommen und was hat die aktuelle Krise mit der Tulpenkrise Anfang des 17. Jahrhunderts zu tun? Auch wenn heute vieles komplexer geworden ist, Wirtschaft und Finanzmärkte weltweit miteinander vernetzt sind und Geldströme in erster Linie virtuell zirkulieren – ein wesentlicher wirtschaftlicher Antrieb bleibt seit Jahrhunderten unverändert…

Flaggen Europas

Nationalflaggen sind Symbole bewegter Geschichte. Die Sendereihe "Flaggen Europas" stellt die Flaggen der Mitgliedsländer der Europäischen Union vor und nimmt sie zum Anlass, einen Aufriss der Geschichte des jeweiligen Landes zu geben. Trotz aller Unterschiede bei den Flaggen weisen ihre Farben auf eine gemeinsame Wurzel hin: die europäische Kultur des Mittelalters. Eine Folge widmet sich der Europaflagge und zeigt, welche Kompromisse ein gemeinsames Europa fordert.

Geschichte Südafrikas

Blick Kapstadt mit dem African Renaissance Stadion, im Hintergrund der Tafelberg; Rechte: Imago

Seit dem 17. Jahrhundert ist Südafrika beherrscht vom Kampf um das Land. 1652 gründet die so genannte "Niederländische Ostindien-Kompanie" (VOC) eine erste Versorgungsstation am Kap der Guten Hoffnung. Immer mehr Europäer strömen nach Südafrika – den Niederländern folgen die Briten. Es kommt zu Auseinandersetzungen mit einheimischen Bevölkerungsgruppen. Vor allem die Zulus, die größte ethnische Gruppe Südafrikas, leisteten Widerstand. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ist von der Apartheid geprägt, dem dunkelsten Kapitel der südafrikanischen Geschichte. Drei Filme erzählen chronologisch die wechselvolle Geschichte des Landes.

Gewürze machen Geschichte

Orientalische Gewürze auf dem Markt (Quelle: Bildschirmprint aus Sendung)

Zu allen Zeiten verführten die Gewürze auf sehr sinnliche Weise die Menschen – was sie oft zu außergewöhnlichen Unternehmungen anstachelte. Um in den Genuss eines besonderen Gaumenkitzels zu gelangen, wurden Expeditionen oft um die halbe Welt geschickt. Manch einer setzte dabei sein ganzes Vermögen ein – wurde doch der Pfeffer damals gegen Gold aufgewogen. Zu den verschiedenen Gewürzen und der Geschichte ihrer Entdeckung werden politische Ereignisse im Altertum, dem Mittelalter, der Zeit des Kolonialismus geschildert.

Judenverfolgung im Nationalsozialismus

Eingang zu dem ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. (Rechte: dpa)

Ausgrenzen, enteignen, deportieren, ermorden – die menschenverachtende Konsequenz, mit der das nationalsozialistische Deutschland Rassenpolitik betrieb, ist beispiellos – und wäre ohne einen breiten Konsens innerhalb der Bevölkerung nicht möglich gewesen. Umso wichtiger, den wenigen noch verbliebenen Zeitzeugen Gehör zu verschaffen. Die unterschiedlichen Filme berichten jeweils auf eigene Art und Weise vom Leben und vom Tod in Auschwitz, von wirtschaftlichen und sozialen Repressalien und von mutigen Menschen, die Zuflucht gewähren.

Kindheit in der Nachkriegszeit

Szene auf einem Werbeplakat aus den 50er Jahren: Ein Kind hilft seiner Mutter beim Kochen. (Recht: AKG)

Der Krieg ist im Frühjahr 1945 vorbei und doch ist im Frieden nicht alles so, wie es sich die Kinder ausgemalt haben. Lebensmittel und Kohle zum Heizen sind knapp – von Spielsachen ganz zu schweigen. Außerdem sind unzählige Menschen aus ihrer Heimat vertrieben worden. Immerhin: Die amerikanischen Besatzer stecken den Kindern manchmal Schokolade zu. Und nach und nach erobern auch andere Importe aus den USA den Westen Deutschlands – zum Beispiel der befreiende Rock 'n' Roll.

Neandertaler

Die Rekonstruktion von Herrn Mettmann im Neandertalmuseum. (Rechte: WDR/Jennie Theiß)

Er war uns ähnlich und doch so anders – der Neandertaler. Hunderttausende von Jahren hat er in Europa und Asien gelebt, bis er eines Tages für immer von der Erde verschwand. Erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts wissen wir, dass es ihn überhaupt einmal gegeben hat. Seitdem rätseln Wissenschaftler: Wie sah er aus? Wie lebte er? Und konnte er eigentlich sprechen? Die beiden Filme geben den neusten Stand der Forschung wieder und zeigen die Rekonstrukteure des legendären Herrn Mettmann aus dem Neandertal bei der Arbeit.

NRW-Geschichten in Schwarz-weiß

Die Schwarz-Weiß Aufnahme zeigt eine Frau von hinten, während sie die Auslage eines Lebensmittelgeschäfts betrachtet. (Rechte: akg-images /Erich Lessing)

Nach dem Zweiten Weltkrieg herrscht Aufbruchstimmung in Deutschland: Die Menschen wollen wieder ein friedliches und normales Leben führen. Dank Währungsreform und Einführung der sozialen Marktwirtschaft erfüllt sich dieser Traum schon kurz nach dem Krieg. Doch nicht nur die Wirtschaft ist im Wandel, auch die Gesellschaft: Jugendliche befreien sich von der Weltanschauung ihrer Eltern, die Rolle der Frau ändert sich, zudem kommen Gastarbeiter nach Deutschland. Die 50er und 60er prägen Deutschland.

Oft bin ich bang - Kindheit unter Hitler

Zwei Kinder aus dem Warschauer Ghetto sitzen zusammengekauert auf dem Boden. (Rechte: AKG)

Jüdische Kinder wurden während des Nationalsozialismus ebenso verfolgt wie Erwachsene und mussten wie Hans Abraham und Hannelore viele Erniedrigungen ertragen, sich verstecken oder kamen sogar ums Leben. Auch für andere Kinder war es nicht leicht: Barbara zum Beispiel vermisste ihren Vater ganz entsetzlich und Anne fühlte sich sehr einsam. Die Reihe berichtet über die Schicksale dieser vier Kinder und erzählt altersgerecht für Schüler ab der dritten Klasse von der bitteren Zeit.

Olympische Spiele

Olympiastadion Peking 2008, Birdnest (Quelle: SWR)

Peking 2008: Boykottdrohungen und Proteste schon im Vorfeld der Spiele lassen befürchten, dass es keine ungetrübten „traumhaften und unvergesslichen Spiele“ (Rogge, Athen 2004) geben wird. Das Pro & Contra dieser Spiele berührt eine alte Diskussion: sind Olympischen Spiele friedensstiftend, unabhängig und politisch neutral? Nach Meinung vieler hätten sie aufgrund der Menschenrechtslage nie nach China vergeben werden sollen. Aber hätten dann die Spiele 2002 in Salt Lake City stattfinden dürfen? In einem Land das Krieg führt? Wie viel Politik vertragen die Spiele und was sagt die Olympische Charta dazu? Der aktualisierte Schwerpunkt hilft Antworten zu finden.

Orte des Erinnerns - Deutschland

Reichsparteitagsgelände aus der Luft (Quelle: Bildschirmprint aus Sendung)

"Orte des Erinnerns" ist eine Geschichtsreihe, die geprägt wird durch die Erinnerungen von Menschen an besondere Orte der Zeitgeschichte. Diese Orte haben sich im Laufe der Zeit auch im kollektiven Gedächtnis der Nation als maßgebliche oder gar symbolische Orte der Geschichte herauskristallisiert. In den Filmen kommen Menschen zu Wort, die die Geschichte dieser Orte miterlebt oder auch mitgestaltet haben. Der Blick der Filme gilt nicht nur dem historischen, sondern auch dem heutigen Umgang mit diesen Geschichts-Orten.

Orte des Erinnerns - Europa

Karte Europas, Orte aus den Sendungen rot markiert

Aus einem Mosaik europäischer Geschichtsorte ein Bild europäischer Zeitgeschichte zeichnen – dieses ehrgeizige Ziel verfolgt die Reihe „Orte des Erinners – Europa“. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die auch heute noch von diesen national bedeutsamen Orten „bewegt“ werden, für die diese Erinnerungsorte in einer lebendigen, vielleicht auch widersprüchlichen Diskussion stehen. Die historischen Ereignisse – erinnert und erzählt aus der nationalen Perspektive der Betroffenen – können unseren Blick für die historischen Bedingungen und Traditionen der jeweiligen Ländern weiten. Damit will die Reihe einen Grundstein für ein besseres gegenseitiges Verständnis in Europa legen.

Orte des Erinnerns - Ruhrgebiet

Die Aufnahme zeigt den Förderturm der Zeche Zollverein am Abend. (Rechte: WDR)

In der Sendereihe "Orte des Erinnerns" berichten Menschen von ihren Erlebnissen an besonderen Orten der Zeitgeschichte. So erinnern sich Kumpel und "Kruppianer" an die Kohle- und Stahl-Stadt Essen, Seemänner im Ruhestand denken an ihre einstigen Landgänge am Duisburger Hafen zurück. Die Filme, die zu Teilen auch online abrufbar sind, geben zusammen mit Arbeitsmaterialien einen detaillierten Einblick in die Geschichte der beiden Ruhrgebietsorte.

Planspiel Atomkrieg

Als Mitte des Jahres 2008 durch die Zeitungen ging, dass auch heute, 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges, noch immer US-Atomwaffen in Westdeutschland lagern, wurden bei vielen wieder alte Ängste wach: Sie erinnerten sich an die Zeit des Kalten Krieges, in der sich die Supermächte waffenstarrend und feindselig gegenüberstanden und ein Krieg mit Atomwaffen drohte. Die zweiteilige SWR-Dokumentation „Planspiel Atomkrieg" führt zurück in diese fast vergessene Zeit. Sie erzählt die Geschichte der Abschreckungspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg – von den 50ern bis in die 90er Jahre, von Adenauers Kampf um die Bombe zum Nato-Doppelbeschluss und der Stationierung amerikanischer Pershing-II-Raketen im Westen.

Quo vadis, BRD?

Bundestag mit Bundesadler im Hintergrund

Wie sind die Auslandseinsätze der Bundeswehr vor dem Hintergrund des Grundgesetzes zu bewerten? Ist der Lobbyismus in Deutschland, die zielgerichtete Beeinflussung von Politikern und Entscheidungsträgern, zur fünften Gewalt im Staat geworden? Wie weit darf der Staat seine Bürger kontrollieren, um sie zu schützen? Die Sendereihe „Quo vadis BRD?“ stellt die aktuelle demokratische Wirklichkeit unseres Landes auf den Prüfstand. Dabei orientiert sie sich an den Prinzipien unserer demokratischen Verfassung, wie sie grundsätzlich im Grundgesetz manifestiert sind: Gewaltenteilung, Föderalismus, Unabhängigkeit des Mandats, Informationsfreiheit, Sozialstaatsprinzip, Demokratieprinzip, Freiheit der Person...

RAF - Deutschland im Fadenkreuz

Logo der Rote Armee Fraktion (RAF). (Rechte: WDR)

Was Ende der 60er Jahre als Studentenprotest begonnen hatte, weitet sich in den 70er Jahren zu einer Reihe gewalttätiger Terroranschläge aus, die den Rechtsstaat in seinen Grundfesten erschüttern und die Gesellschaft zutiefst verunsichern. Die dreiteilige Filmreihe bietet mittels eindringlicher Dokumente einen Überblick über die Chronologie des RAF-Terrors und macht die Emotionalität und Aktualität der Thematik deutlich.

SOS - Wer hilft den Speedonauten?

Anna und Onkel Theobald sitzen im Speedomat, der fast aussieht wie ein fliegendes Auto. (Rechte: WDR)

Anna besucht in den Ferien ihren Onkel Theobald. Als genialer Erfinder hat er die Raumzeitmaschine "Speedomat" entwickelt. Mit dieser Erfindung begeben sich die beiden in jeder der vier Folgen auf Entdeckungs- und Abenteurreise und geraten jedes Mal in eine Notsituation. Sie schicken ein Notsignal: SOS - nun sind die Kinder vor den Bildschirmen gefragt und müssen aktiv werden.

Spuren der NS-Zeit

Die Sendereihe folgt den "Spuren der NS-Zeit" in Südwestdeutschland. An regionalen Geschichtsorten schildern Zeitzeugen ihre oft dramatischen Erlebnisse: von Gefolgschaft und Bewunderung, von Diffamierung und Vertreibung, von Zwangsarbeit und Vernichtung. Die aus der Perspektive der Betroffenen erzählte Geschichte "ihrer Heimat" verortet die Zeit des Nationalsozialismus in der Region und kann Schüler dazu anregen, selbst auf Spurensuche zu gehen.

Staat-Klar!

Das Grundgesetz als Taschenbuch vor der Deutschlandfahne. (Rechte: imago)

Erst durch seine Bundesorgane hat Deutschland "Hand und Fuß" - durch die Personen, die für den Staat tätig sind. Bundespräsident, Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht hängen dabei eng zusammen. Trotz Gewaltenteilung verbindet sie ein Netz aus gegenseitiger Kontrolle. Aufgaben und Befugnisse der einzelnen Bundesorgane beschreibt die Reihe „STAAT-KLAR!“ für die Sekundarstufe I und II. Im ersten Film stellen wir das Amt des Bundespräsidenten vor, im zweiten den Bundestag - alle weiteren folgen sukzessiv.

Trümmerjahre an Rhein, Ruhr und Weser

Eine Gruppe Kinder klettert inmitten einer Trümmerlandschaft. (Rechte: dpa)

Der Krieg ist vorbei und doch beginnen im Frühjahr 1945 harte Zeiten. Die kommenden Jahre sind geprägt von ständigem Hunger, die Winter sind kalt und es gibt kaum Wohnraum für die vielen Flüchtlinge. Die Menschen kämpfen jeden Tag ums Überleben, dennoch spüren sie den Neuanfang, der sie umgibt: Politische Diskussionen, freie Massenmedien und kulturelle Vielfalt sind auf einmal wieder möglich. Der Wiederaufbau gelingt schneller als gedacht und nach einigen Jahren gibt es auch ein wenig Wohlstand.

Tschernobyl - Geboren im Jahr der Katastrophe

In den frühen Morgenstunden des 26. April 1986 ereignete sich die folgenschwerste Katastrophe in der Geschichte der Kernenergie: Der Reaktorunfall in Tschernobyl. Am schwersten wurde Weißrussland von der Explosion getroffen. Noch heute leiden die dort Lebenden, sterben Menschen an Krebs, auch Kinder. Der Film zeigt weißrussische Jugendliche während einer Schülerbegegnungswoche mit deutschen Schülern. Wie lebt man in den verstrahlten Gebieten? Wie geht man mit dem Strahlenrisiko um? Welche Perspektiven haben die Jugendlichen für ihre Zukunft? Die Fragen stellen die Schüler aus Bad Ems. Sie bekommen erstaunlich offene Antworten.

Vietnamkrieg

Mit geballter erhobener Faust geht eine Studentin in Ohio an einer Reihe Soldaten vorbei. (Rechte: dpa)

Mit dem Vietnamkrieg und seinen Folgen beschäftigen sich zwei Einzelsendungen. In dem Film "Vier Tote in Ohio – Ein amerikanisches Trauma" geht es um die Aufarbeitung des Tods von vier amerikanischen Studenten, die bei einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration von der Nationalgarde erschossen wurden. Der Film "Regen der Vernichtung – Das Erbe des Vietnamkrieges" zeigt die Auswirkungen des Entlaubungsmittels „Agent Orange“. Porträtiert werden vietnamesische Eltern, deren Kinder mit Missbildungen geboren wurden.

Von Rom zum Rhein

Fast 500 Jahre haben viele Teile Deutschlands zum Römischen Reich gehört. So wurden Verwaltung und Rechtspflege, Handel, Technik und Wirtschaft entscheidend von den Römern beeinflusst. Römisches Erbe finden wir deshalb auch in unserer Umgebung.

Zeitsprung Schwarzwaldhaus 1902

Familie Boro in historischen Gewändern (Rechte SWR)

War früher alles besser? Lebten die Bauern in ländlicher Idylle? Eine Stadt-Familie von heute wird in das Schwarzwaldleben von gestern geschickt und muss sich unter ungewohnten Bedingungen bewähren: den Hof bestellen, die Tiere versorgen, säen und ernten, Holz schlagen. Historische Belege machen deutlich, wie ein Bauernleben ohne Elektrizität und Maschinen aussah, mit welchen Methoden die Bauern trotz aller Schwierigkeiten ihren Lebensunterhalt bestritten und welchen Gefährdungen man ausgesetzt war.

Zurück in die Steinzeit

Die Steinzeitreisenden

Leben wie die Steinzeitmenschen – einen Sommer lang. Sechs Kinder und sieben Erwachsene machen eine Zeitreise 5000 Jahre zurück in Vergangenheit. Kein Supermarkt, kein Strom, kein fließend Wasser – stattdessen Pfahlbauhäuser, Feuersteine und Wollschweine. Es ist eine Reise in die Zeit, in der unsere Vorfahren sesshaft wurden. Wie lebten sie, die Menschen der Jungsteinzeit? Und kommen moderne Menschen mit einem Alltag wie vor 5000 Jahren zurecht?