Casting

Die Personen, die in einem Film zu sehen sind, also die Protagonisten, entscheiden häufig über den Erfolg eines Films. Deshalb verwenden Regisseure viel Zeit darauf, die Schauspieler bzw. Protagonisten auszuwählen. Dieses Auswahlverfahren nennt man Casting. Beim Spielfilm helfen Casting-Agenturen dabei, die geeigneten Schauspieler zu finden, Dokumentarfilmer finden ihre Protagonisten meist über die eigene Recherche.

Drehgenehmigung

Bevor man an einem Drehort filmen kann, muss man die Eigentümerin oder den Eigentümer um Erlaubnis fragen, denn sie haben das Hausrecht. Nur wenn sie eine Drehgenehmigung erteilen, kann die Arbeit beginnen. Auch aufwendige Außenaufnahmen in der Stadt muss man bei der Stadtverwaltung anmelden. In der Genehmigung ist geregelt, wann, wo und unter welchen Umständen gedreht werden darf – dazu gehört etwa auch das Recht, eine Straße oder Parkplätze zu sperren. Dafür müssen Filmemacher meist eine Gebühr bezahlen.

Drehplan

Hier wird festgelegt, welche Szene an welchem Tag gedreht wird. Dokumentarfilmer halten im Drehplan auch fest, wen sie wann interviewen wollen. Ziel ist es, mit möglichst wenigen Drehtagen und geringem Organisationsaufwand auszukommen, um Kosten zu sparen. Deshalb werden die Szenen nicht in der Reihenfolge gedreht, in der sie später im fertigen Film zu sehen sind, sondern so, wie es für die Crew am einfachsten ist. Das heißt zum Beispiel, dass alle Szenen hintereinander gedreht werden, die am selben Drehort spielen.

Finanzierungsplan

Um einschätzen zu können, wie viel ein Film insgesamt kostet und wie viel er wohl wieder einspielen könnte, erstellt die Produzentin oder der Produzent einen Finanzierungsplan. Hier wird ausgerechnet, ob das Geld von Filmförderungen, Filmproduzenten, Redaktionen und Kinoverleihen reicht, um den Film zu drehen und wie viel Geld wofür ausgegeben werden kann.

Moderationstext

In das Thema der Sendung einleiten, Gespräche mit den Gästen führen und Einspielfilme ankündigen – während einer Fernsehsendung muss ein Moderator viel sprechen. Alles, was er in einer Sendung sagen will, schreibt er sich vor der Aufzeichnung auf. Ein guter Moderationstext ist nicht zu lang; er führt in ein Thema ein, leitet von einem Thema zum anderen über und gibt dem Zuschauer Zusatzinfos. So entsteht ein stimmiges Gesamtbild für den Zuschauer. Damit der Moderator seinen Text nicht vergisst, wird er vor der Aufzeichnung der Sendung in den Teleprompter eingegeben. Viele Moderatoren haben zusätzlich auch Karten, auf denen der Text steht. 

Produktionskosten

Produktionskosten sind alle Kosten, die entstehen, um einen Film herzustellen. Dazu gehören zum Beispiel die Miete der Kameras, Objektive, Mikrofone und der Beleuchtung, die Gagen der Schauspieler oder Sprecher und die Honorare der Techniker, aber auch die Reise- und Recherchekosten. Essen und Trinken für die Crew oder die Rechte für die Filmmusik müssen ebenfalls bezahlt werden. Zu den Produktionskosten kommen noch Ausgaben für die Werbung, damit möglichst viele Zuschauer den Film auch ansehen.

Sponsoren

Produzentinnen und Produzenten suchen oft Einrichtungen und Unternehmen, die Filmproduktionen finanziell unterstützen – die Sponsoren. Als Gegenleistung erscheint ihr Name oder Logo auf dem Filmplakat und im Abspann. Manche Sponsoren geben kein Geld, sondern Sachmittel, zum Beispiel Kleidung für das Kostümbild oder Kosmetik für die Maske. Manchmal besteht das Sponsoring auch darin, dass Drehorte oder andere Dienstleistungen kostenlos genutzt werden dürfen.

Stellprobe im Studio

Jeder, der an einer Fernsehsendung oder einem Film beteiligt ist, probt vor dem Dreh den Ablauf der Aufzeichnung. In den sogenannten Stellproben wird genau besprochen, wo zum Beispiel Moderator und Gast sitzen, stehen oder entlang gehen sollen. (Auch die Position der Kameraleute und Lichttechniker wird in den Stellproben geplant.) Die Positionen sind wichtig für die Kameraleute und Lichttechniker. Schritt für Schritt gehen die Beteiligten den Ablauf der Aufzeichnung durch, damit später alles reibungslos funktioniert und jeder zur richtigen Zeit am richtigen Platz ist.

Storyboard

Das Drehbuch beschreibt den Film in Worten, das Storyboard in Bildern. Es sieht aus wie ein Comic ohne Text und zeigt jede einzelne Kameraeinstellung. Kamerafahrten und –schwenks werden mit Pfeilen dargestellt. Das Storyboard kann Auftraggebern oder Filmförderanstalten helfen, sich besser vorzustellen, wie die Szenen im Film hinterher aussehen sollen. Jedes einzelne Bild eines Films zu zeichnen dauert sehr lange. Deshalb werden bei Spiel- oder Dokumentarfilmen höchstens besonders aufwendige oder ungewöhnliche Szenen in ein Storyboard übersetzt.