Blue Box

Laut Drehbuch spielt eine Szene auf dem Mond oder in der Tiefsee? Kein Problem, die Blue Box macht's möglich. Mit dieser Technik kann man die Darsteller quasi an jedem x-beliebigen Ort auftauchen lassen. Zuerst spielen sie ihre Szene vor einem blauen Hintergrund; blau deshalb, weil diese Farbe am menschlichen Körper selten vorkommt. Später wird der blaue Hintergrund am Computer einfach durch den gewünschten Hintergrund ersetzt und so sitzt zum Beispiel der Darsteller vor einen Sonnenuntergang am Meer. Wichtig: die Schauspieler oder Protagonisten dürfen keine blaue Kleidung tragen!

Crew

Spricht man von der Crew, so sind alle Personen gemeint, die am Film beteiligt sind. Dazu gehören also nicht nur die, die vor der Kamera stehen, sondern auch: Kameraleute, die Regisseurin oder der Regisseur, genauso wie die Menschen, die für den Ton, die Musik, den Schnitt, die Beleuchtung und für den reibungslosen Ablauf hinter den Kulissen der Dreharbeiten sorgen, wie etwa die Caterer, die das Team verpflegen.

Dreharbeiten

Wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, beginnt die Crew, die Bilder und den Ton für den Film aufzuzeichnen. Diese Phase der Filmproduktion nennt man Dreharbeiten. Sie können für Kurzfilme ein paar Tage, für lange und aufwendige Filme auch mehrere Monate dauern. Technik und Crew kosten viel Geld, deshalb müssen Dreharbeiten straff organisiert sein und es gibt einen genauen Drehplan. Das Wort Dreharbeiten kommt aus den Kindertagen des Films. Damals hatten die Kameras noch keine Akkus, sondern funktionierten nur, wenn man eine Kurbel drehte.

Drehorte / Locations

Die Orte, an denen für Spiel- oder Dokumentarfilme gedreht wird, nennt man Drehorte oder Locations. Jeder denkbare Ort kann zum Drehort werden, er muss nur zur Handlung oder zur gewünschten Aussage des Films passen. Außerdem sind oft noch viele andere Faktoren wichtig: so zum Beispiel bei Filmen mit aufwändiger Technik die Frage, ob die Crew dort genügend Licht und Stromanschlüsse hat. Und ob eine Genehmigung notwendig ist, um dort zu filmen. Es gibt Menschen, die es zu ihrem Beruf gemacht haben, passende Drehorte zu suchen und zu vermitteln. Sie heißen Location Scouts.

Drehplan

Hier wird festgelegt, welche Szene an welchem Tag gedreht wird. Dokumentarfilmer halten im Drehplan auch fest, wen sie wann interviewen wollen. Ziel ist es, mit möglichst wenigen Drehtagen und geringem Organisationsaufwand auszukommen, um Kosten zu sparen. Deshalb werden die Szenen nicht in der Reihenfolge gedreht, in der sie später im fertigen Film zu sehen sind, sondern so, wie es für die Crew am einfachsten ist. Das heißt zum Beispiel, dass alle Szenen hintereinander gedreht werden, die am selben Drehort spielen.

Requisiten

Zum Filmemachen braucht man nicht nur eine Crew, Technik und Protagonisten oder Protagonistinnen, sondern auch eine Menge Ausstattung, die später im Film zu sehen ist: die Requisiten. Soll der Drehort zum Beispiel wie ein Klassenzimmer aussehen, braucht man Tische, Stühle, eine Tafel, Kreide, einen Schwamm usw. Es ist Aufgabe der Requisiteurin oder des Requisiteurs, alle Dinge zu beschaffen, die laut Drehbuch gebraucht werden oder die zu einer Szene gehören. In Dokumentarfilmen spielen Requisiten in der Regel keine große Rolle, denn sie sind ja schon da.

Setting

Im Prinzip ist das Setting, Kurzform Set, nichts anderes als der Drehort, zum Beispiel eine Schule – mit einem kleinen Unterschied: Die Schule wird erst zum Set, wenn die Filmcrew dort anwesend ist und arbeitet.