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Ins rechte Licht rücken

Ein Filmteam dreht mit einem Aufheller; Rechte: imago/Super Express
Profis beim Filmdreh mit einem Aufheller, der das Licht reflektiert.

Mit Licht lassen sich unterschiedliche Stimmungen zaubern – je nachdem, welche Lichtquellen ihr nutzt und wie ihr Licht setzt, können zum Beispiel die gefilmten Personen hart und bedrohlich oder weich und vorteilhaft rüberkommen. Akzente setzen, Schatten erzeugen, Weichzeichen – Licht ist eine Wissenschaft für sich!

  • Die Goldene Filmregel #23: Filmt nicht bei Gegenlicht (die gefilmten Personen sind dann kaum zu erkennen). Versucht, die Lichtquelle (draußen zum Beispiel die Sonne, drinnen zum Beispiel das Fenster oder euren wichtigsten Scheinwerfer) beim Filmen immer im Rücken zu haben.

Dreht ihr drinnen oder draußen? Wenn es ums Licht geht, sind da nämlich ganz unterschiedliche Dinge wichtig. 

Erleuchtende Licht-Tipps für den Außendreh:

  • Die Goldene Filmregel #24: Vermeidet Dreharbeiten bei strahlendem Sonnenlicht, weil ihr dann mit ziemlich heftigen Licht- und Schatten-Effekten zu kämpfen habt. Das beste Filmwetter ist trüb und leicht bedeckt! 
  • Die Goldene Filmregel #25: Wenn ihr im Sommer um die Mittagszeit filmt, dann scheint die Sonne von oben und ihr müsst darauf achten, dass bei Personen die Augen nicht im Schatten liegen, sondern sichtbar bleiben. 
  • Die Goldene Filmregel #26: Profis verwenden einen Aufheller oder Reflektor, um Schatten im Gesicht auszugleichten.

Tipp

Einen Aufheller oder auch Reflektor könnt ihr euch mit einem großen Stück Pappe und Alufolie auch selbst basteln. 

  • Die Goldene Filmregel #27: Wenn ihr eine Szene über mehrere Tage dreht, achtet darauf, dass die Lichtverhältnisse möglichst gleich bleiben. Das Wetter und auch eine unterschiedliche Tageszeit können euch hier beim Drehen einen Strich durch die Rechnung machen.

Erleuchtende Licht-Tipps für den Innendreh:

  • Die Goldene Filmregel #28: Wenn ihr Personen filmt, dann sind drei Lichtquellen optimal: Licht von vorn (hier ein helles Licht wählen und darauf achten, dass keine Schatten entstehen!), Licht von der Seite und Licht von schräg hinten (damit wird alles gleich viel plastischer). 
  • Die Goldene Filmregel #29: Neonlicht, Halogenlicht, Tageslicht oder Licht von einer Glühbirne – unterschiedliche Lichtquellen haben unterschiedlichen Farben. Deswegen gilt: Don’t mix it! Wenn du nicht willst, dass in einer Szene das Gefilmte mal gelblich, mal bläulich oder weiß erscheint: Versuche, nur eine Lichtart zu verwenden oder einen Weißabgleich durchzuführen. 
  • Mit einem Weißabgleich wird die Kamera auf die Farbtemperatur der Umgebung eingestellt. Dabei nimmt die Kamera die hellste Fläche im Bild als Weiß und berechnet alle anderen Farben in Beziehung dazu neu. Ein Weißabgleich ist wichtig, damit in Szenen mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen trotzdem eine einheitliche Farbtemperatur zustande kommt. Ein Weißabgleich kann manuell oder automatisch erfolgen. Automatisch ist insbesondere bei schnell wechselnden Lichtverhältnissen (zum Beispiel knallige Sonne und Wolken am Himmel) sinnvoll. 

Tipps

Als Lichtquellen könnt ihr Steh- und Klemmlampen oder auch Baulichtlampen (die sind besonders hell) verwenden. Baulichtlampen nicht direkt auf das Motiv richten, sondern indirekt zum Beispiel an die Zimmerdecke richten.

Schießt während der Dreharbeiten auch ein paar Fotos! Die sind nicht nur ein schönes Andenken, sondern können später für die Werbung verwendet werden.


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