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Was ist eigentlich ein Dokumentarfilm? Eine Einführung

Auf den ersten Blick ist die Frage ganz einfach zu beantworten: Ein Dokumentarfilm versucht, die Wirklichkeit einzufangen. Er zeigt Situationen, Menschen und Dinge, die es in der Welt tatsächlich so gibt oder gegeben hat. 

Junge tibetische Mönche lachen in die Kamera; Rechte: dpa, Stephen Shaver
Fernab von unserem Alltag in Deutschland: junge tibetische Mönche.

Dokumentarfilme zeigen also immer ein Stückchen von der Welt, in der wir leben. Sie bieten Einblicke, die wir sonst nicht bekommen könnten. Mit ihnen reisen die Zuschauer an Orte, die sie wahrscheinlich nie besuchen werden. Wer hat denn schon einmal mit einem Indianerstamm im Dschungel gelebt? Oder den Alltag von Kindern in einem russischen Gefängnis erlebt? Oder Kindermönche in Tibet auf einer gefährlichen Wanderung im Himalaya-Gebirge begleitet? Dokumentarfilme sind so vielfältig, wie die Welt ist, in der wir leben! Sie stellen soziale, politische, gesellschaftliche und oft auch ganz alltägliche Themen in den Mittelpunkt. Sie zeigen Schönes und Schreckliches, Dinge, die einen traurig und wütend machen, aber auch zum Lachen bringen können. Sie helfen dabei, die Welt, in der wir leben, besser zu verstehen. 

Porträt von Michael Moore; Rechte: interfoto
In "Bowling for Columbine" nimmt der Filmemacher Michael Moore u. a. auch die reißerische TV-Berichterstattung in den USA aufs Korn.

Manche Dokumentarfilmer erklären die Welt auf ihre ganz persönliche Weise und gehen den Dingen auf den Grund, indem sie Antworten auf brennende Fragen suchen. In "Bowling for Columbine" zum Beispiel versucht der Filmemacher Michael Moore zu verstehen, warum zwei Schüler 1999 in der Columbine High School mehrere Mitschüler, einen Lehrer und dann sich selbst erschossen. 

Ausschnitt aus dem Filmplakat "Super Size Me"; Rechte: imago
Belohnung oder Körperverletzung? 30 Tage lang nichts als Pommes, Burger & Co.

In "Super Size Me" ist der Filmemacher Morgan Spurlock sein eigenes Versuchskaninchen: Er isst 30 Tage lang nichts anderes als Fast Food von McDonald's und filmt dabei, was mit seinem Körper passiert. Auf diese Weise zeigt er, wie Ernährung mit Gesundheitsproblemen und Übergewicht zusammenhängen. Viele Dokumentarfilme arbeiten so: Sie hinterfragen etwas und verdeutlichen gleichzeitig auch die Zusammenhänge.

Hühner mit vielen kahlen Stellen in einer Legebatterie; Rechte: dpa
Die Hühner in dieser Legebatterie mussten ganz schön Federn lassen ...

Je mehr wir von der Welt sehen, desto besser können wir neue Erlebnisse einordnen und bewerten. Wer einmal einen Dokumentarfilm darüber gesehen hat, dass im Jahr 2050 rund 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben und ob sie überhaupt alle satt werden können, der wird vermutlich anders auf seine Ernährung blicken.

Wer sich länger mit dem Thema "Dokumentarfilm" beschäftigt, dem stellen sich schnell wieder neue Fragen. Wenn es dir ähnlich geht, dann lies' doch hier weiter:

Drei Antworten auf die Frage: Was ist ein Dokumentarfilm?

Wenn du dich dafür interessierst, welche unterschiedlichen dokumentarischen Spielarten und Sendungen es gibt, dann schau' mal hier rein:

Film-Steckbriefe


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