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Drei Antworten auf die Frage: Was ist ein Dokumentarfilm?

Ein Dokumentarfilm versucht, die Wirklichkeit zu zeigen – nichts dazu zu erfinden, nichts zu verschleiern oder zu beschönigen, sondern einfach das zu zeigen, was da ist: die ungeschminkte Realität. Aber geht das überhaupt? Wären bestimmte Situationen nicht vielleicht ganz anders abgelaufen, wenn die Kamera nicht dabei gewesen wäre? Vielleicht spielen die gefilmten Personen auch nur eine Rolle, und verhalten sich so, wie sie selbst gerne wären und im Film "rüberkommen" wollen: nett und gut gelaunt, tapfer und mutig, gerissen und schlau - je nach eigener Vorstellung. Auch können die Filmemacher mit der Art und Weise, wie sie etwas filmen, Situationen, Menschen oder Dinge unterschiedlich erscheinen lassen. Ob das dann immer noch "echt" ist?

Je länger man darüber nachdenkt, desto schwieriger wird die Antwort. Deswegen stellen wir dir hier drei Antwortmöglichkeiten vor, die von verschiedenen Seiten beleuchten, was ein Dokumentarfilm ist.

Antwort Nummer 1: Ein Dokumentarfilm ist kein Spielfilm

Manchmal ist es viel leichter, etwas zu beschrieben, indem man sagt, was es NICHT ist: Ein Dokumentarfilm ist kein Spielfilm. In einem Spielfilm spielen Schauspieler eine Rolle. Meistens gibt es ein Drehbuch, das festlegt, welche Geschichte der Film auf welche Art und Weise erzählen soll. Die Geschichten in Spielfilmen sind meistens erfunden (zum Beispiel Science-Fiction-Filme wie Star Trek).


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