Navigationshilfe:

Kino im Wohnzimmer – DVD & Fernsehen

Ein Regal mit Spielfilm-DVDs; Rechte: ddp, Kai-Uwe Knoth
Eben noch auf der Kino-Leinwand, jetzt schon im DVD-Regal: eine ganz normale "Film-Karriere".

Wenn ein Film einige Zeit im Kino gelaufen ist, wird vom Verleih oft eine DVD herausgebracht. Ist die DVD erst einmal im Handel erhältlich, gehen nicht mehr so viele Menschen in die Kinos und kaufen Kinokarten. Der Film soll also zuerst an den Kinokassen Geld einspielen - das nennt man die Kinoauswertung. Dann soll Geld über den DVD-Verkauf eingenommen werden. 

So wird auch klar, warum soviel gegen Raubkopien und illegale Internet-Downloads unternommen wird. Wenn Filme unerlaubt aus dem Internet gezogen, auf DVDs gebrannt und in Umlauf gebracht werden, gehen immer weniger Menschen in die Kinos und kaufen immer weniger Menschen DVDs. Die Filmemacher und alle am Film Beteiligten können dann mit ihrer Arbeit kein Geld mehr verdienen.

Neben den Festivals, dem Kino und der DVD ist natürlich das Fernsehen ein ganz wichtiger Teil der Veröffentlichung und Auswertung.

Eine Familie sitzt zusammen vor dem Fernseher; Rechte: WDR, Ansgar Maria van Treek
Pantoffelkino: Die Macher wollen möglichst viele Menschen mit ihren Filmen erreichen.

Viele Filme, die im Kino gelaufen sind und als DVD veröffentlicht wurden, werden von Fernsehsendern für eine Ausstrahlung im Fernsehen gekauft. Oft beteiligen sich öffentlich-rechtliche Fernsehsender wie z. B. der WDR oder der SWR auch direkt an den Produktionskosten eines Films und erhalten damit auch das Recht, den Film im Fernsehen zu zeigen. Der Fernsehsender legt den Sendeplatz und einen Ausstrahlungstermin fest. Erfreulich ist es, wenn sich möglichst viele Zuschauer den Film anschauen und das Thema damit viele Menschen erreicht. 

Für die privaten Fernsehsender (zum Beispiel RTL, Sat1, Vox, Pro7) sind hohe Zuschauerquoten besonders wichtig. Diese Sender finanzieren sich durch Werbeeinnahmen, die sie für ausgestrahlte Werbespots bekommen. Je höher die Zuschauerzahlen sind, desto teurer kann der Sender seine Werbeminuten verkaufen.

Die öffentlich-rechtlichen Sender (ARD und die Landesender wie WDR oder SWR, ZDF, 3Sat, Arte und der Kinderkanal) finanzieren sich nicht über Werbung, sondern über GEZ-Gebühren, die alle Zuschauer zahlen. Aber natürlich möchten auch die öffentlich-rechtlichen Sender, dass viele Menschen ihre Sendungen sehen und ihnen das Programm auch gut gefällt.

Die Produzentin Meike Martens; Rechte: WDR

Kino oder Couch?

Ist es eigentlich egal, ob man einen Film im Kino oder im Fernsehen sieht? Die Produzentin Meike Martens und die Filmemacherin Alexandra Schröder finden, dass es da wichtige Unterschiede gibt.


Seite empfehlen