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Hast du Töne? - Ton & Musik

Ein Tonmeister vor seinem Mischpult; Rechte: mauritius images
Viele Knöpfe und Regler: professionelle Musikaufnahme an einem Mischpult.

Ist der Film fertig geschnitten, wird anschließend am Ton gearbeitet. Auch hier gibt es eine Menge zu bearbeiten, hinzuzufügen oder hervorzuheben. Denn der Ton spielt eine ebenso wichtige Rolle wie das Bild. Zum Ton gehören: Sprache, Originaltöne (O-Töne), Geräusche, Musik, Atmos und sogar auch die Stille.

Alle vorhandenen Tonaufnahmen werden in der Nachbearbeitung an die fertigen Filmszenen angepasst: Da kann bis ins kleinste Detail nachgebessert werden. Manchmal werden natürliche Geräusche – also Geräusche, die eigentlich bei der Filmaufnahme zu hören sein müssten – nachträglich noch einmal aufgenommen und eingefügt. Sie sind dann besser zu hören und können so gezielt auf etwas aufmerksam machen.

Aber auch Sprechstimmen, die nicht direkt von Personen kommen, die im Bild zu sehen sind, spielen eine große Rolle. Im Dokumentarfilm sind das häufig so genannte Off-Kommentare. Sie erklären meist oder lenken den Blick der Zuschauer auf etwas Besonderes. Off-Kommentare werden von den Filmemachern selbst, den Protagonisten oder professionellen Sprechern eingesprochen und über das Bild gelegt.

Eine Blechdose mit einem Dosenöffner; Rechte: creativ collection
Musik aus der Konserve? Ob von CD oder extra komponiert - Musik schafft Stimmung im Film.

Was meist auch über die Bilder gelegt wird, ist die Musik. Sie lenkt im Film die Zuschauer, indem sie bestimmte Stimmungen erzeugt. Blicken wir in einem Film z.B. auf das Meer und hören dabei dramatische Musik, wirkt die Szenerie wahrscheinlich bedrohlich und unheimlich. Ertönt hingegen eine gefühlvolle, vielleicht sogar romantische Musik, verändert sich der Eindruck komplett.

Musik im Film einzusetzen, ist also eine sehr bewusste Entscheidung von Filmemachern. In dokumentarischen Formaten wird Musik meist sparsamer und dezenter eingesetzt. Trotzdem beeinflusst sie auch hier die Stimmung eines Filmes.

Eine CD, um die eine Kette mit Vorhängeschloss gelegt ist; Rechte: Imago
Frei oder nicht frei? Das ist hier die Frage!

Aber kann Musik im Film so einfach verwendet werden? Für kommerzielle Musik, also Musik, die eigentlich zu kaufen ist, müssen vorher spezielle Nutzungsrechte abgeklärt werden. Es gibt aber auch "freie" Musik, die im Internet ganz legal angeboten wird und die jeder für seine Filme nutzen kann. Manchmal lassen sich Filmemacher auch extra neue Stücke komponieren.

Zum Schluss wird bei der Nachbearbeitung die Lautstärke aller Töne angepasst: Die Geräusche, alle Sprechstimmen und die Musikeinlagen werden aufeinander abgestimmt, so dass alle gut zur Geltung kommen.

Eine Junge steht mit dem Rücken zur Kamera auf einem Schulhof; Rechte: WDR

Stimmengewirr

"Herr Rücker" beginnt mit einem Vorspann, bei dem bereits ein buntes Gemisch an Stimmen und Gemurmel von jungen Menschen zu hören ist – der so genannten Atmo. Warum wohl?

Ein Junge mit Kopfhörern und geschlossenen Augen; Rechte: WDR

Musik ist nicht gleich Musik!

Bei der Auswahl und Verwendung von Musikstücken in Filmen müssen Filmemacher einiges beachten, können damit aber auch bewusst gestalten. Was genau, erklärt Anna Wahle am Beispiel von "Herr Rücker".

Der Filmemacher Bernd Sahling; Rechte: WDR

Gut gelaunt oder traurig?

Musik im Film macht Stimmungen aus. Wie sie eingesetzt wird, ist also eine wichtige Entscheidung. Bei "Ednas Tag" sollte ursprünglich andere Musik unterlegt werden. Wie die sich anhört und warum sie dann doch nicht im Film landete, erfährst du hier.

Eine Gruppe von Schülern; Rechte: WDR

Mittendrin oder nur dabei?

Sprachaufnahmen sind nicht gleich Sprachaufnahmen im Film. Wodurch sich O-Töne und Off-Kommentare unterscheiden können, lässt sich zum Beispiel an den Filmen "Herr Rücker" und "Gelb und Pink" erkennen.


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