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Von schummrig bis grell – Lichtgestaltung

Licht spielt bei der Gestaltung des Drehorts und der Filmhandlung eine wichtige Rolle. Filmemacher können mit natürlichem Licht arbeiten oder auch künstliches Licht einsetzen. In einem beobachtenden Dokumentarfilm wird oft auf künstliches Licht verzichtet und keine zusätzlichen Scheinwerfer für den Dreh aufgebaut.

Ein Zimmer mit einem Sofa vor zwei Fenstern, durch die die Sonne scheint; Rechte: mauritius
Manchmal sind Scheinwerfer einfach überflüssig.

Die Filmemacher oder (falls finanziell eingeplant) die Lichtgestalter setzen dann natürliche Lichtquellen ein, die sich ohnehin vor Ort befinden: Das kann die Lampe sein, die sowieso gerade brennt, oder das Tageslicht, das durch das Fenster hinein scheint. Dahinter steckt die Absicht, die gedrehte Situation möglichst natürlich und "echt" wirken zu lassen.

Ein großer Scheinwerfer und ein Aufheller, der von zwei Personen getragen wird; Rechte: Imago
Profi-Equipment: Ein Scheinwerfer und ein Aufheller leuchten das Set aus.

Aber auch künstliches Licht lässt sich so einsetzen, dass die Zuschauer später den Eindruck haben, dass es in dieser Szene nur natürliches Licht gibt.

Je stärker in Filmen inszeniert wird - also je mehr eine Filmemacherin oder ein Filmemacher die Drehsituation bewusst steuert und verändert – desto wahrscheinlicher, dass mit künstlichem Licht gearbeitet wird. Deshalb spielen Lichteffekte und künstliches Licht in ausgedachten, fiktionalen Filmen fast immer eine wichtige Rolle. Licht kann einen Drehort warm oder kalt, eine Handlung bedrohlich oder harmonisch wirken lassen. Bläuliches Licht wirkt zum Beispiel eher kühl und gelbliches eher warm.

Eisläufer im Scheinwerferlicht; Rechte: WDR

Spot an?

Welche Lichtstimmungen und Gestaltungsmöglichkeiten natürliches und künstliches Licht bieten, zeigen Filmausschnitte aus "Ednas Tag", "Gelb & Pink", "Herr Rücker" und "Nick & Tim". Sie laufen ohne Ton, damit du dich ganz auf das Licht konzentrieren kannst.


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